Anmerkungen
zur Pfingstwallfahrt 2010
Auch in diesem Jahr beteiligten sich - bei durchwegs annehmbaren Wetter - wieder zahlreiche Pilger an der Wallfahrt, so dass am Abschlussgottesdienst in der St.-Anna-Basilika in Altötting etwa 7.500 Menschen teilnahmen.
Hauptzelebrant war der hochwürdigste Herr Weihbischof Bernhard Haslberger, der mit seiner Predigt die Pilger begeisterte.
Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von der Musikgruppe "Oro Pax" aus Freising, die mit ansprechenden Liedern die Pilger zum Mitsingen anregten.
Das Gros der Pilger beteiligte sich unterwegs erfreulicherweise am gemeinsamen Beten und Singen und war gern bereit, im geschlossenen Zug mitzugehen. Hierdurch war auch die verkehrsmäßige Absicherung des Wallfahrtszuges gut möglich. Geduld und das Bewusstsein, auf einer Wallfahrt und nicht auf einer Wandertour zu sein, war bei allen Pilgern gefordert. Laute Unterhaltung einzelner, während die Mitpilger beten und singen wollten, waren rücksichtslos und egoistisch. Zahlreiche Pausen im Programm gaben hinlänglich Gelegenheit zum Gedankenaustausch.
Als großes Problem erwies sich, daß manche Pilger die zugewiesenen Quartiere nicht in Anspruch nahmen, sondern - ohne Information der Wallfahrtsleitung - anderweitig eine Unterkunft suchten. Versetzt man sich in die Rolle des Gastgebers, der für die Aufnahme der angekündigten Pilger teils erhebliche Vorbereitungen getroffen hat, dann kann man die Enttäuschung und Verärgerung verstehen, die zum Verlust von Quartierzusagen führt.
Ein weiteres Problem entsteht dadurch, dass eine große Anzahl von Pilgern die Mahlzeiten nicht vorbestellt, sondern als "Direktzahler" zum Essen geht. Sie ersparen sich damit nichts, aber sie berauben den Bewirtenden der Möglichkeit, die Mahlzeit vorzuplanen.
Dankbar sind wir allen, die durch selbstlosen Einsatz diese Fußwallfahrt erst ermöglichten. Es waren dies - neben den Quartiergebern - auch die zahlreichen Werber, die vor Ort unermüdlich um die Bereitstellung von Unterkünften besorgt waren sowie die Helfer, die in der Vorbereitungsphase und während der Wallfahrt selbst ihre vielfältigen Aufgaben mit Freude und großem persönlichen Einsatz wahrnahmen.
Sie alle haben mich deutlich entlastet, wofür ich mich persönlich bedanke.
Mit großer Freude konnten wir, nach längerer altersbedingter Abwesenheit eine Gruppe aus Salzburg begrüßen. Die Salzburger hatten sich im gleichen Jahr wie die Freisinger und die Rosenheimer der Wallfahrt angeschlossen. Diese Gruppen zusammen umfassten damals 750 Pilger.
Großer Einsatz war auch von allen gefordert, die die geistliche Betreuung der Pilger wahrnehmen, seien es die Vorbeter und Vorsänger, die für die Vorbereitung erhebliche Zeit investierten und deren Stimme über die Maßen beansprucht wurde, oder seien es die Priester in den Beichtautos, die manches tiefgründige Beichtgespräch zu führen hatten. Auch hierfür sind wir dankbar.
Besonders erwähnt sei auch der selbstlose Dienst der Malteser, die sich z.B. um Wadenkrämpfe, Blasen an den Füßen oder Kreislaufprobleme kümmerten und dem Pilgerleiter trotz seiner Behinderung die Teilnahme an der Pfingstwallfahrt ermöglichten.
Ich freue mich, ebenso wie alle Helfer, auf ein Wiedersehen bei der Pfingstwallfahrt 2011, die unter dem Motto steht
"Maria, hilf uns, mit dem Herrn zu leben"
S. Mäutner
Pilgerleiter